Stress durch elektromagnetische Wellen

Elektromagnetische Wellen werden drahtlos durch die Luft übertragen. Sie entstehen, wenn Sender senden und Funker funken: durch Radio und Fernsehsender, C-, D- und E-Mobilfunknetze, Daten- und Richtfunk, Funkrufdienste und Bündelfunk, Amateur- und CB-Funk, Feuerwehr, Polizei, Taxi und Industrie, Radar und Militär, Post und Satelliten, Sicherungs- und Alarmanlagen, schnurlose Telefone, Mikrowellenherde, Spielzeug, Babyphone etc.

Die Feldstärke dieser hochfrequenten elektromagnetischen Wellen ist Volt pro Meter (V/m) oder Ampere pro Meter (A/m). Die Maßeinheit der Strahlungsdichte ist Watt pro Quadratmeter (W/m²).

Die Feldstärke bzw. Strahlungsdichte nimmt zu oder ab durch:

? z.B. die Leistung der Sender, Art, Aufbau und Ausrichtung der Sender.

? Reflexionen der Strahlung in der näheren Umgebung. Art, Aufbau und

Abschirmeigenschaften des betroffenen Hauses.

? Umwelt-, Landschafts- und Wettergegebenheiten. Die Werte können um den Faktor 1:10 - 1:20 schwanken.

? Abstand zum Feldverursacher.

Elektromagnetische Wellen werden auch „lektro-magnetische Strahlen" oder "Hochfrequenz", kurz "HF" genannt.

Der Mensch ist eine lebende Empfangsantenne für die elektromagnetischen Strahlen seiner Umgebung. Starke Strahlungsdichten sind fähig, Körper oder Körperteile zu erwärmen, man spricht dann vom thermischen Effekt (ein anschauliches Beispiel ist das garende Hähnchen im Mikrowellenherd). Die biologischen Wirkungen durch schwächere Strahlungsdichten, die noch keine Erwärmung schaffen, werden international auf Hochtouren erforscht: Nervenreize, Zellkommunikations- und Stoffwechselstörungen, genetische Defekte, psychische Störungen, Schwangerschafts- und Hormonprobleme, Hirnstromveränderungen, Krebs usw.

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen finden immer wieder neue nicht thermische Effekte, und die Erkenntnisse über Schädigungen an Mensch und Natur nehmen zu.

Hochfrequenz beginnt ab etwa 100.000 Schwingungen pro Sekunde, also ab der Frequenz von 100 Kilohertz (kHz) und geht höher über in den Megahertzbereich (MHz = Millionen Schwingungen pro Sekunde) bis in den Gigahertzbereich (GHz, Milliarden Schwingungen pro Sekunde). Hochfrequenz endet bei etwa 300 Gigahertz, den Mikrowellen. Direkt danach folgen die elektromagnetischen Wellen von Infrarot, sichtbarem Licht und Ultraviolett sowie der Röntgen- und Gammastrahlung.

Elektromagnetische Wellen sind bekannt als Radio- und Fernsehwellen, als Lang-, Mittel-, Kurz-, UKW- und Mikrowellen, als Meter-, Dezimeter-, Zentimeter- und Millimeterwellen. Sie sind die Basis der Nachrichtentechnik und wurden im vorigen Jahrhundert von dem deutschen Physiker Heinrich Hertz entdeckt. Als Hertz 1894 starb, konnte er sich sicher nicht vorstellen, dass gut hundert Jahre später allein in Deutschland 12.000 Rundfunk- und Fernsehsender, 25.000 Richtfunk und 50.000 Mobilfunksender und 80.000 Amateurfunker aktiv sein würden. Dazu über 100.000 private Funkdienste und mehr als 60 Millionen Mobilfunktelefone.

Nicht zu vergessen die Radartechnik im Straßen-, Schiffs- und Flugverkehr, Weltraumforschung, Wettererkundung, Satelliten, Militär. Flächendeckende Versorgung nennen es die Verursacher, flächendeckende Verseuchung die besorgten Kritiker. Ein zivilisiertes Leben ohne Hochfrequenz ist nicht mehr denkbar. Radio, TV, Telefon, Radio, TV, Telefon, Post, Medizin, Wissenschaft, Industrie, Gewerbe.

Die Palette der unterschiedlichen Senderarten und -intensitäten mit ihren unterschiedlichsten Frequenzen scheint unüberblickbar. Es gibt keinen Quadratmeter mehr auf der Welt ohne mehr oder minder starken künstlichen Wellensalat. Die natürlichen elektromagnetischen Schwingungen der Natur, von Kosmos und Erde, verschwinden dahinter, wie David im Schatten von Goliath. Natürliche Wellen sind dank der Überlagerung durch künstliche Strahlung kaum noch messbar. Der künstliche elektromagnetische Dschungel walzt mit milliardenfach stärkerer Intensität die allzu zarten natürlichen Energien nieder. Es ist heute nicht mehr möglich, einen völlig strahlenfreien Platz zu finden, es ist aber durchaus möglich, einen relativ strahlenarmen Ort zu schaffen!

Dabei beschränkt sich der Hochfrequenz- Elektrosmog nicht nur auf irdische Sender, vielmehr schickt der mit Satelliten vollgespickte Weltraum aus zigtausenden Kilometern Höhe unzählbar viele technische Signale auf jeden Flecken der Erde. Das alles im Namen von Fortschritt, Wissenschaft, Radio und Fernsehen. Das Militär bombardiert in Friedenszeiten laufend jeden Winkel der Schöpfung mit Radarstrahlen.

Hochfrequenzstrahlung entsteht im Alltag auch an Bildschirmen und Computern, allerlei anderen elektronischen Geräten und an ferngesteuerten Kinderspielzeugen. Besonders stark ist sie an den in Kopfnähe positionierten Antennen von Funktelefonen und Walkie-Talkies zu messen. Im nahen Umkreis der elektronischen Babysitter, der Babyphone, die per Funk einen Raum überwachen, gibt es ebenfalls starke Felder.

Quelle: Maes. Stress durch Strom und Strahlung